Antigeninjektion

Antigeninjektion mit Hunde- und Katzenallergenen

Kopenhagen (chp). Die subkutane Sensibilisierung mit Hunde- und Katzenallergenen hat einen äußerst günstigen Einfluß auf das durch diese Allergene hervorgerufenen Asthma bronchiale bei Kindern.

Die positive Wirkung der Desensibilisierung ist schon seit Jahren dokumentiert und bekannt bei der Therapie von Heuschnupfen und anderen Allergien auf Pollen, Hausstaubmilben und Insekten. Jetzt haben Dr. Anne Bertelsen und ihre Mitarbeiter vom Aalborg Hospital North im dänischen Kopenhagen auch für die bei Kindern Asthma bronchiale hervorrufenden Hunde- und Katzenallergene die gute Wirksamkeit einer Desensibilisierung nachgewiesen (Allergy, 1989, 44. 330).

Die an der Studie teilnehmenden Kinder wurden mit Provokationstests auf ein durch eine Hunde- und Katzenallergie verursachtes Asthma bronchiale untersucht. Danach bekamen sie über einen Zeitraum von neun Monaten subkutan Allergene mit steigender Konzentration injiziert. Die Therapie mit den üblichen Asthmamedikamenten wie H2-Antagonisten, Methylxanthinen, Oberflächen-steroiden und Cromoglicinsäure lief parallel weiter. Die Internisten verzichteten allerdings darauf, Kortikosteroide systematisch zu geben. Dies hätte zu Interaktionen mit dem Desensibilisierungsvorgang geführt, berichten die Autoren.

Zu Beginn und nach der Desensibilisierung seien die üblichen Lungenfunktionstests nach Provokationsinhalation des Allergens gemacht worden. Dabei haben sich nach der Desensibilisierung eine höhere Toleranz gegen das Allergen ergeben. Nach Angabe der Kopenhagener Mediziner hat die Studie gezeigt, daß die Desensibilisierung ihren festen Platz neben der konventionellen medikamentösen Asthma-Therapie haben sollte. Voraussetzung sei selbstverständlich immer eine exakte Allergieaustestung.

(Entnommen der Ärzte Zeitung, Ausgabe 173 )

 

Letzte Aktualisierung: Montag, 25. Februar 2013

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